Version 23.11.2010
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Bruno Kieneke

Bosseborn onlline


Windpark Bosseborn

Bosseborn

Am 25.05.2002 wurde der Windpark Bosseborn offiziell eingeweiht.

Giganten der Lüfte

Die ersten Windmühlen drehen sich in Bosseborn

Bosseborn. Seit Ende August 2001 drehen sich die ersten sechs Windkraftanlagen im Bosseborner Windpark. Bis heute haben die 70 Meter hohen "Windspargel" 7,9 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom produziert. Bis zum Jahresende sollen sich auf dem Krekeler Berg bei Bosseborn zehn solcher Anlagen vom Typ AN Bonus 1 MW/54 und AN Bonus 1,3 MW/62 mit einer Gesamtleistung von 9,85 Megawatt (MW) drehen. Die Betreiber erwarten eine Jahresleistung von 17 Millionen Kilowattstunden - damit können bis zu 4 .250 Haushalte mit schadstofffreier Energie versorgt werden. Jährlich lassen sich so die Kohlendioxidemissionen um 15.550 Tonnen reduzieren.



Langwierige Bemühungen gingen dem Bau voraus

Die Geschichte des Bosseborner Windparks ist lang. Bereits 1991 begann der Bosseborner Ludger Grawe sich Gedanken über die Ansiedlung von Windkraftanlagen auf dem Krekeler Berg zu machen. "Seinem Dickschädel ist es zu verdanken, dass das Projekt möglich wurde", so Lothar Borchel, E&U GmbH.

 Sieben Jahre später verabschiedete die Stadt Höxter den geänderten Flächennutzungsplan; 1999 schlossen sich interessierte Bürger zu einem Betreiberverein (E&U GmbH) zusammen. Nachdem Ende 2000 die Baugenehmigungen vorlagen, nahm die erste Anlage im Juni 2001 ihren Betrieb auf. Die sechs Kilometer lange Kabeltrasse bis zum Umspannwerk in Höxter verlegte die Pesag. Die Gesamtkosten in Höhe von 10,5 Millionen Euro wurden durch Darlehen und Eigenkapital der "Bürgerwindgesellschaft" finanziert.

"Hier stehen auch zwei Bürgerwindräder", erzählt Ludger Grawe. Bürger aus der Region konnten sich finanziell an der Errichtung der Windkraftanlagen beteiligen. "Wir sind wie eine große Familie - alles Windkraftverrückte", schmunzelt Grawe. Für die Region ergaben sich durch den Bau des Windparks auch wirtschaftliche Vorteile; zahlreiche Arbeitsplätze konnten gesichert werden.

Entgegen der Meinung mancher Kritiker sei Energiegewinnung durch Windkraft nicht landschaftsverschandelnd, uneffizient oder gar gesundheitsschädlich, das betont Lothar Borchel besonders. Vor dem Bau der ersten Anlage sei ein Schattenwurf- und Schallgutachten von einem Kasseler Ingenieurbüro durchgeführt worden.

Lichtsensor an nächstgelegener Mühle angebracht

Das nächste Haus steht zirka 500 Meter vom Krekeler Berg entfernt. An der nächstgelegenen Mühle wurde ein Lichtsensor angebracht. Je nach Sonnenstand wird die Anlage automatisch ausgeschaltet, so dass kein Schattenwurf der 27 Meter langen Rotorblätter die angrenzenden Höfe erreicht.

"Kritik an dieser Art der Energiegewinnung ist eine Ohrfeige ins Gesicht zukünftiger Generationen", unterstrich Lothar Borchel. Heute sei es mehr denn je geboten, erneuerbare Energien, die bis ins Unerschöpfliche zur Verfügung stehen, voranzubringen.

Allen Beteiligten, Sponsoren und Mitgliedern der Betreibergesellschaft wünschte Lothar Borchel anlässlich der offiziellen Eröffnung des Bosseborner Windparks "Allzeit gut Wind"!

VON SILKE RIETHMÜLLER

Bild: Gigantische „Windspargel“: Lothar Borchel, Ludger Grawe (beide E&U GmbH) und Udo Fröhlich (von links) vor den 70 Meter hohen Windkraftanlagen. FOTO: S. RIETHMÜLLER

Artikel aus der vom 27.05.2002

Anzahl, Typ und Monat der Aufstellung

Anzahl und Typ

Betreiber

4

AN BONUS 1 MW / 54
1.000 kW Nennleistung

07/2001

AN Windenergie GmbH
Cuxhavener Strasse 10 a
28217 Bremen

 

1

AN BONUS 1,3 MW / 62
1.300 kW Nennleistung

07/2001

AN Windenergie GmbH
Cuxhavener Strasse 10 a
28217 Bremen

 

1

Nordex N62
1.300 kW Nennleistung
69 m Nabenhöhe
62 m Rotordurchmesser

 

Nordex AG
Bornbarch 2
22848 Norderstedt

 

letzte Aktualisierung dieser Seite am 31.08.2002