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Bruno Kieneke

Bosseborn online


Unser Ort

von Josef Grewe

Auf den Höh´n des Weserbergland´s
liegt so still ein kleines Dorf.
Uns´re Heimat ist es, soll es bleiben
unser Dorf hoch über Weser weiden.

Als die Mönch nach Corvey kamne,
war noch keiner sesshaft uns´rer Ahnen.
Wie die Christenmenschen in dem Tal begannen,
so die Ahnen auf unseren Bergen anfangen.

Durch den Geist und Arbeitseifer
wurde Dickicht dan gerodet
Urwladriesen, Farn und Kraut
war den Vorfahrn Tag und Traum.

Doch der Zähe Sachsenwille
liess nicht los und stille, stille
wurden bald die ersten flecken frei
und der Quelle frische Wasser
lief schon in der Näh vorbei.

Und dem Vorbild ein paar wen´ger
taten´s immer wieder Neue.
So gingen Tag und Jahre
mancher hat schon Silberhaare.

Aus den Hütten wurden Buden
aus den Buden feste Häuser.
Mit der Mönche Ünterstützung
ward gebaut das erste Gotteshaus.

Kriege, Krankheit und des Wetters Ungebilde
rütteln an diesem Dorfe,
doch der zähe Menschenwille,
trotzte all dem Ungebille.

Diesen frühen Erdenpilgern
sind wir noch zu Dank verpflichtet,
da sie uns die Heimat gaben,
das Stück Land, daß sie der Wildnis nahmen.

Ist auch mancher wieder fortgegangen,
doch die Heimat hält ihn noch gefangen.
Da wo alle seine Ahnen,
ihren Lebenslauf begangen.

Und die wir hier ruhig leben
lasst der Vorfahrn Geist uns leiten.
Dies ist unser Dorf und Boden,
liebstes, pflegt es, schmückt die Bögen.

Auf den Höh´n des Weserbergland´s
liegt ganz still ein kleines Dorf.
Heimat ist´s uns, Heimat bleibt´s uns
unser Ort auf Weserhöhn.

letzte Aktualisierung dieser Seite am 31.08.2002